{"id":196130,"date":"2023-12-14T15:03:40","date_gmt":"2023-12-14T14:03:40","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.niederoesterreichbahnen.at\/?p=196130"},"modified":"2024-02-01T09:01:50","modified_gmt":"2024-02-01T08:01:50","slug":"zu-besuch-in-den-glaesernen-werkstaettenhallen-in-laubenbachmuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.noevog.at\/index.php\/2023\/12\/14\/zu-besuch-in-den-glaesernen-werkstaettenhallen-in-laubenbachmuehle\/","title":{"rendered":"Zu Besuch in den gl\u00e4sernen Werkst\u00e4ttenhallen in Laubenbachm\u00fchle"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein beeindruckend spannender Arbeitsplatz, nicht nur f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der <\/strong><a href=\"http:\/\/www.niederoesterreichbahnen.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Nieder\u00f6sterreich Bahnen<\/strong><\/a><strong>: Die drei vollverglasten Werkst\u00e4ttenhallen im <\/strong><a href=\"https:\/\/www.mariazellerbahn.at\/fuehrungen-durch-das-betriebszentrum\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Betriebszentrum Laubenbachm\u00fchle<\/strong><\/a><strong>, wo die modernen Garnituren der <\/strong><a href=\"http:\/\/www.mariazellerbahn.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Mariazellerbahn<\/strong><\/a><strong> gewartet werden. Sie gew\u00e4hren Einblicke, die Laien sonst selten zu sehen bekommen. Beispielsweise wenn ein tonnenschwerer Triebwagen mittels Hebebockanlage ein wenig abhebt oder ein Panoramawagen eingesch\u00e4umt in der Waschanlage<\/strong> <strong>steht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196131\" srcset=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Laubenbachmuehle_cNB_Bollwein-1140x760.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Einen ersten Einblick in die Werkst\u00e4ttenhalle Laubenbachm\u00fchle erhaschen unsere G\u00e4ste bereits vom Vorplatz des Betriebszentrums Laubenbachm\u00fchle. \u00a9NB\/Bollwein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Meistens staunen die Fahrg\u00e4ste der Mariazellerbahn sowie Besucherinnen und Besucher des <a href=\"https:\/\/www.mariazellerbahn.at\/bistro-laubenbachmuehle\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bistros Laubenbachm\u00fchle<\/a>, wenn sie die zwei gro\u00dffl\u00e4chig verglasten Werkst\u00e4ttenhallen zum ersten Mal sehen. Sie k\u00f6nnen direkt in die Werkst\u00e4tte, Waschanlage und Remise einsehen. Unter der Woche wird dort bereits ab 7:00 Uhr morgens repariert, gewartet und gewaschen \u2013 es ist quasi \u201eder Boxenstopp\u201c der Triebw\u00e4gen der <a href=\"https:\/\/www.mariazellerbahn.at\/die-himmelstreppe-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Himmelstreppe<\/a> samt ihren <a href=\"https:\/\/www.mariazellerbahn.at\/panoramawagen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Panoramaw\u00e4gen<\/a> (die historischen Garnituren werden am Alpenbahnhof serviciert). Die gro\u00dfe Werkst\u00e4ttenhalle im Zentrum des Betriebsgeb\u00e4udes weckt immer besonderes Interesse: Sie ist mit drei parallel verlaufenden Gleisen \u2013 Gleis 811 bis 813 \u2013 ausgestattet, beherbergt einen Hallenkran und eine in \u00d6sterreich seltene Unterflurr\u00e4der-Drehbank sowie einen Dacharbeitsstand. Mit den acht Hebeb\u00f6cken in der Halle l\u00e4sst sich \u00fcbrigens eine komplette Himmelstreppe mit zirka 80 Tonnen Gewicht und 51 Meter L\u00e4nge anheben.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196132\" srcset=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00638_klein-1140x760.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein Schnappschuss von der Revision unseres ET1 im Jahr 2019 in der &#8222;Laube&#8220;. \u00a9NB\/Mayerhofer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:22px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die gesamte Halle wurde speziell auf Unterflurarbeiten an den Triebw\u00e4gen der Himmelstreppe ausgerichtet. Die Werkst\u00e4tten-Mitarbeiter*innen k\u00f6nnen also aufrecht unter den W\u00e4gen stehen und arbeiten, etwa zur Vorbereitung f\u00fcr den Austausch eines Drehgestells. \u201eBei so einem Austausch handelt es sich um eine typische Unterflurarbeiten, &nbsp;die viel Zeit und Genauigkeit erfordert, auch wenn der Ablauf zun\u00e4chst unspektakul\u00e4r klingt\u201c, wei\u00df Werkst\u00e4tten-Bereichsleiter Thomas Gansch. Zuerst wird der Triebwagen eingefahren und entsprechend platziert. Dann beginnt das Abmontieren des Drehgestells unterhalb des Wagens. Nach diesem Arbeitsschritt kommt die Hebebockanlage zum Einsatz: Ausschlie\u00dflich an den daf\u00fcr vorgesehenen Stellen l\u00e4sst sich der gesamte Triebwagen anheben. Das ausrangierte Drehgestell kann weg- und das neue eingefahren werden. Die Hebebockanlage setzt den Wagen wieder auf und das neue Drehgestell wird montiert. Soweit so gut. \u201eDas neue Drehgestell muss auf die f\u00fcr den Zug erlaubte H\u00f6chstgeschwindigkeit von 80 km\/h gefahren werden. Auch eine durchgef\u00fchrte Vollbremsung geh\u00f6rt zu den vorgeschriebenen Tests, bevor das neue Teil in den regul\u00e4ren Betrieb darf\u201c, erg\u00e4nzt Thomas Gansch. Getestet wird auf dem Streckenabschnitt zwischen Klangen und Obergrafendorf, dort ist das Ausfahren mit H\u00f6chstgeschwindigkeit m\u00f6glich und erlaubt. Die Werkst\u00e4tten-Mitarbeiter*innen kontrollieren anhand von Checklisten noch zahlreiche andere Funktionen, um das neue Drehgestell wirklich auf Herz und Nieren zu pr\u00fcfen. \u201eDiese Testphase f\u00fcr das neue Drehgestellt nimmt in etwa eine Woche in Anspruch\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Gansch.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf Gleis 813 befindet sich au\u00dferdem ein Dacharbeitsstand ohne Oberleitung f\u00fcr Wartungen und Reparaturen an Klimaanlagen, Druckluftkompressoren oder Batterien. Die Triebw\u00e4gen der Himmelstreppe sind Niederflurfahrzeuge, daher wurden diese Komponenten am Dach verbaut. Bei den Panoramaw\u00e4gen ist es genau umgekehrt: Die Dachfl\u00e4che bietet aufgrund der gro\u00dfen Fenster keinen Platz, die Komponenten befinden sich daher unterhalb im Niederflurraum. Alle W\u00e4gen stammen aus dem Haus des renommierten Schweizer Zugherstellers Stadler &#8211; ein Name, den viele Eisenbahnfans mit modernem Reisekomfort und hohen technischen Standards verbinden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196133\" srcset=\"https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/blog.noevog.at\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2019-04-05_Revision-ET1_cS-Mayerhofer_00652_klein-1140x760.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Eine un\u00fcbliche Ansicht &#8211; &#8222;down under&#8220; unserer Himmelstreppe. \u00a9NB\/Mayerhofer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:28px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Routine &amp; Herausforderung wechseln sich ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim \u201e\u00dcberdrehen des Spurkranzes\u201c sind Modelleisenbahnbesitzerinnen und -besitzer in ihrem Element, Laien hingegen verstehen dann meist nur Bahnhof. In der Welt realer Eisenbahnen ist diese Aufgabe notwendige Routine und rasch erkl\u00e4rt: An der Innenseite des Rades befindet sich der Spurkranz, er funktioniert als Rad-Schienen-Kontakt. Mit seinem Profil gleicht er kleine Unebenheiten aus und h\u00e4lt die R\u00e4der sanft \u201eauf Schiene\u201c, er beeinflusst aber auch die Leistungsf\u00e4higkeit eines Zuges. Deshalb wird das Profil regelm\u00e4\u00dfig gemessen. Entspricht es nicht mehr den Anforderungen, wird \u201eder Spurkranz \u00fcberdreht\u201c, also bearbeitet. In der Werkst\u00e4tte Laubenbachm\u00fchle bew\u00e4ltigt diese Aufgabe eine spezielle Unterflur-R\u00e4derdrehbank auf Gleis 811: Die R\u00e4der k\u00f6nnen am Wagen bleiben, w\u00e4hrend dank digital eingespeicherter Profildaten pr\u00e4zise \u201e\u00fcberdreht\u201c wird. So eine Ausstattung gibt es in \u00d6sterreich nur zweimal \u2013 sie ist schon eine Besonderheit, die den Arbeitsalltag enorm vereinfacht. Nach vorgeschriebenem Standard m\u00fcssen R\u00e4der au\u00dferdem alle sechs Jahre oder nach 600.000 km komplett ausgetauscht werden, je nachdem, was fr\u00fcher eintritt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sauberes Arbeiten dank elektrischem Betrieb<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Z\u00fcge verschmutzen nat\u00fcrlich, innen wie au\u00dfen. W\u00e4hrend die Fahrgastr\u00e4ume von den Reinigungskr\u00e4ften der Nieder\u00f6sterreich Bahnen betreut werden, erh\u00e4lt das \u00c4u\u00dfere der Triebw\u00e4gen eine richtige Schaum-W\u00e4sche, alle 14 Tage oder nach Bedarf. Die Waschanlage braucht den Platz einer Halle und \u00e4hnelt einer Autowaschanlage \u2013 nur eben viel gr\u00f6\u00dfer. Auf Nachhaltigkeit achtet man auch bei diesem Vorgang: Eine Wasseraufbereitungsanlage bereitet das Nutzwasser mithilfe von Bakterien teilweise auf, so kann es mehrmals verwendet werden. Eine zus\u00e4tzliche Osmose-Anlage entkalkt das Wasser mechanisch, f\u00fcr kalkfleckenfreien Glanz an Glasfenstern und Lackierung. Aufmerksamen Besucher*innen f\u00e4llt es bestimmt auf: Alle drei Hallen wirken absolut aufger\u00e4umt und sauber. \u201eDas kommt daher, dass wir \u201esauber Arbeiten\u201c: Durch den elektrischen Betrieb der Triebw\u00e4gen gibt es keine \u00d6le, die sich \u00fcblicherweise sofort verschleppen. Au\u00dferdem muss jeder eigenverantwortlich auf Sauberkeit achten und darf nichts liegen lassen. Das funktioniert auch wegen der Verglasung so gut\u201c, erz\u00e4hlt Thomas Gansch. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wer das Betriebszentrum Laubenbachm\u00fchle und seine Werkstatt gerne mal mit eigenen Augen sehen m\u00f6chte, kann dies im Rahmen einer unserer beliebten F\u00fchrungen machen &#8211; hier findet ihr <a href=\"https:\/\/www.mariazellerbahn.at\/fuehrungen-durch-das-betriebszentrum\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">mehr Infos<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:23px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Last but not least: Du willst mehr Neuigkeiten von den Nieder\u00f6sterreich Bahnen regelm\u00e4\u00dfig ins Postfach? 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Sie k\u00f6nnen direkt in die Werkst\u00e4tte, Waschanlage und Remise einsehen. Unter der Woche wird dort bereits ab 7:00 Uhr morgens repariert, gewartet und gewaschen \u2013 es ist quasi \u201eder Boxenstopp\u201c der Triebw\u00e4gen der Himmelstreppe samt ihren Panoramaw\u00e4gen (die historischen Garnituren werden am Alpenbahnhof serviciert). Die gro\u00dfe Werkst\u00e4ttenhalle im Zentrum des Betriebsgeb\u00e4udes weckt immer besonderes Interesse: Sie ist mit drei parallel verlaufenden Gleisen \u2013 Gleis 811 bis 813 \u2013 ausgestattet, beherbergt einen Hallenkran und eine in \u00d6sterreich seltene Unterflurr\u00e4der-Drehbank sowie einen Dacharbeitsstand. Mit den acht Hebeb\u00f6cken in der Halle l\u00e4sst sich \u00fcbrigens eine komplette Himmelstreppe mit zirka 80 Tonnen Gewicht und 51 Meter L\u00e4nge anheben. Die gesamte Halle wurde speziell auf Unterflurarbeiten an den Triebw\u00e4gen der Himmelstreppe ausgerichtet. Die Werkst\u00e4tten-Mitarbeiter*innen k\u00f6nnen also aufrecht unter den W\u00e4gen stehen und arbeiten, etwa zur Vorbereitung f\u00fcr den Austausch eines Drehgestells. \u201eBei so einem Austausch handelt es sich um eine typische Unterflurarbeiten, &nbsp;die viel Zeit und Genauigkeit erfordert, auch wenn der Ablauf zun\u00e4chst unspektakul\u00e4r klingt\u201c, wei\u00df Werkst\u00e4tten-Bereichsleiter Thomas Gansch. Zuerst wird der Triebwagen eingefahren und entsprechend platziert. Dann beginnt das Abmontieren des Drehgestells unterhalb des Wagens. Nach diesem Arbeitsschritt kommt die Hebebockanlage zum Einsatz: Ausschlie\u00dflich an den daf\u00fcr vorgesehenen Stellen l\u00e4sst sich der gesamte Triebwagen anheben. Das ausrangierte Drehgestell kann weg- und das neue eingefahren werden. Die Hebebockanlage setzt den Wagen wieder auf und das neue Drehgestell wird montiert. Soweit so gut. \u201eDas neue Drehgestell muss auf die f\u00fcr den Zug erlaubte H\u00f6chstgeschwindigkeit von 80 km\/h gefahren werden. Auch eine durchgef\u00fchrte Vollbremsung geh\u00f6rt zu den vorgeschriebenen Tests, bevor das neue Teil in den regul\u00e4ren Betrieb darf\u201c, erg\u00e4nzt Thomas Gansch. Getestet wird auf dem Streckenabschnitt zwischen Klangen und Obergrafendorf, dort ist das Ausfahren mit H\u00f6chstgeschwindigkeit m\u00f6glich und erlaubt. Die Werkst\u00e4tten-Mitarbeiter*innen kontrollieren anhand von Checklisten noch zahlreiche andere Funktionen, um das neue Drehgestell wirklich auf Herz und Nieren zu pr\u00fcfen. \u201eDiese Testphase f\u00fcr das neue Drehgestellt nimmt in etwa eine Woche in Anspruch\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Gansch. Auf Gleis 813 befindet sich au\u00dferdem ein Dacharbeitsstand ohne Oberleitung f\u00fcr Wartungen und Reparaturen an Klimaanlagen, Druckluftkompressoren oder Batterien. Die Triebw\u00e4gen der Himmelstreppe sind Niederflurfahrzeuge, daher wurden diese Komponenten am Dach verbaut. Bei den Panoramaw\u00e4gen ist es genau umgekehrt: Die Dachfl\u00e4che bietet aufgrund der gro\u00dfen Fenster keinen Platz, die Komponenten befinden sich daher unterhalb im Niederflurraum. Alle W\u00e4gen stammen aus dem Haus des renommierten Schweizer Zugherstellers Stadler &#8211; ein Name, den viele Eisenbahnfans mit modernem Reisekomfort und hohen technischen Standards verbinden. Routine &amp; Herausforderung wechseln sich ab Beim \u201e\u00dcberdrehen des Spurkranzes\u201c sind Modelleisenbahnbesitzerinnen und -besitzer in ihrem Element, Laien hingegen verstehen dann meist nur Bahnhof. In der Welt realer Eisenbahnen ist diese Aufgabe notwendige Routine und rasch erkl\u00e4rt: An der Innenseite des Rades befindet sich der Spurkranz, er funktioniert als Rad-Schienen-Kontakt. Mit seinem Profil gleicht er kleine Unebenheiten aus und h\u00e4lt die R\u00e4der sanft \u201eauf Schiene\u201c, er beeinflusst aber auch die Leistungsf\u00e4higkeit eines Zuges. Deshalb wird das Profil regelm\u00e4\u00dfig gemessen. Entspricht es nicht mehr den Anforderungen, wird \u201eder Spurkranz \u00fcberdreht\u201c, also bearbeitet. In der Werkst\u00e4tte Laubenbachm\u00fchle bew\u00e4ltigt diese Aufgabe eine spezielle Unterflur-R\u00e4derdrehbank auf Gleis 811: Die R\u00e4der k\u00f6nnen am Wagen bleiben, w\u00e4hrend dank digital eingespeicherter Profildaten pr\u00e4zise \u201e\u00fcberdreht\u201c wird. So eine Ausstattung gibt es in \u00d6sterreich nur zweimal \u2013 sie ist schon eine Besonderheit, die den Arbeitsalltag enorm vereinfacht. Nach vorgeschriebenem Standard m\u00fcssen R\u00e4der au\u00dferdem alle sechs Jahre oder nach 600.000 km komplett ausgetauscht werden, je nachdem, was fr\u00fcher eintritt. Sauberes Arbeiten dank elektrischem Betrieb Z\u00fcge verschmutzen nat\u00fcrlich, innen wie au\u00dfen. W\u00e4hrend die Fahrgastr\u00e4ume von den Reinigungskr\u00e4ften der Nieder\u00f6sterreich Bahnen betreut werden, erh\u00e4lt das \u00c4u\u00dfere der Triebw\u00e4gen eine richtige Schaum-W\u00e4sche, alle 14 Tage oder nach Bedarf. Die Waschanlage braucht den Platz einer Halle und \u00e4hnelt einer Autowaschanlage \u2013 nur eben viel gr\u00f6\u00dfer. Auf Nachhaltigkeit achtet man auch bei diesem Vorgang: Eine Wasseraufbereitungsanlage bereitet das Nutzwasser mithilfe von Bakterien teilweise auf, so kann es mehrmals verwendet werden. Eine zus\u00e4tzliche Osmose-Anlage entkalkt das Wasser mechanisch, f\u00fcr kalkfleckenfreien Glanz an Glasfenstern und Lackierung. Aufmerksamen Besucher*innen f\u00e4llt es bestimmt auf: Alle drei Hallen wirken absolut aufger\u00e4umt und sauber. \u201eDas kommt daher, dass wir \u201esauber Arbeiten\u201c: Durch den elektrischen Betrieb der Triebw\u00e4gen gibt es keine \u00d6le, die sich \u00fcblicherweise sofort verschleppen. Au\u00dferdem muss jeder eigenverantwortlich auf Sauberkeit achten und darf nichts liegen lassen. Das funktioniert auch wegen der Verglasung so gut\u201c, erz\u00e4hlt Thomas Gansch. Wer das Betriebszentrum Laubenbachm\u00fchle und seine Werkstatt gerne mal mit eigenen Augen sehen m\u00f6chte, kann dies im Rahmen einer unserer beliebten F\u00fchrungen machen &#8211; hier findet ihr mehr Infos. Last but not least: Du willst mehr Neuigkeiten von den Nieder\u00f6sterreich Bahnen regelm\u00e4\u00dfig ins Postfach? 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